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17.5.2012 : 23:14 : +0200

kagfreiland: Projekt "Kaninchen ins Freiland!"

kagfreiland

Pro Jahr werden 4723 Tonnen Kaninchenfleisch gegessen, drei Viertel davon stammen aus ausländischer Produktion, wo die Tiere meist in schlechten Käfighaltungen gemästet werden. Doch auch in der Schweiz werden die Kaninchen oft kaum besser gehalten.
Kaninchen im Freiland
   
Statt in der Enge eines Kaninchenstalls viel Auslauf im Freien.

Freilandhaltung ist anspruchsvoll
In vielen Haltungen fehlt es an Kontakt zu Artgenossen und Möglichkeiten zur Bewegung. Stall-Gruppenhaltungen stellen zwar für die Tiere eine Verbesserung gegenüber der Käfighaltung dar, doch fehlt der Aufenthalt im Freien. Kaninchen im Freiland zu halten ist aber anspruchsvoll, weil die Umzäunung ausbruchsicher für die Kaninchen und einbruchssicher gegen Räuber (Marder, Füchse etc.) sein muss. Auch die Kokzidiose, eine meist tödlich verlaufende, durch Krankheitserreger im Boden hervorgerufene Krankheit, bereitete in den bisherigen Freilandhaltungen öfters Probleme.

kagfreiland will neues Freilandhaltungssystem ausprobieren
Um die Kokzidiose-Gefahr zu bannen, werden die Weideflächen gewechselt. Ein- und Ausbrüche werden durch einen speziellen Elektro-Maschenzaun verhindert. Dank tierfreundlicher Familienhaltung ist das System auch arbeitswirtschaftlich vorteilhaft. Es soll auf 2 bis 3 verschiedenen Betrieben getestet und für Schweizer Verhältnisse optimiert werden.

Unser Ziel ist nicht nur eine Alternative zur Käfighaltung, sondern auch ein Vorbild für die vielen, nicht tiergerechten Hobby-Kaninchenhaltungen.

Was haben wir erreicht?
Das Projekt ist formuliert und der Kontakt zu Partnern hergestellt.

Was ist noch zu tun?
Die Umsetzung des Projekts, das heisst die Erstellung und Betreuung der Haltungssysteme auf kagfreiland-Betrieben.